Neue Publikation: «Neoralismo - Die neue Fotografie in Italien 1932-1960»
Fotomuseum Winterthur
Enrica Viganò (Hg.))
NEOREALISMO
Die neue Fotografie in Italien 1932-1960
Der Neorealismus, vor allem bekannt durch die Filme von Rossellini, De Sica oder Visconti, war eine intensive künstlerische Reaktion auf die grossen Transformationen Italiens im 20. Jahrhundert. Der Faschismus hatte Fotografie und Film als Massenmedien etabliert, nutzte sie für seine Zwecke und schuf eine neue Ästhetik der Abbildung von Realität. Nach seinem Zusammenbruch gelang dem Neorealismus der Durchbruch.
Die neu gewonnene Meinungsfreiheit nach 1945 und die Notwendigkeit, sich als Italiener eine neue Identität zu schaffen, heizten das fieberhafte Interesse am Dokumentarischen, am Abbilden der Wirklichkeit und an der Erkundung des Landes an. In rascher Folge erschienen illustrierte Zeitschriften, die fotografisch-ethnografische Feldforschung begann, man wollte erfahren, wie man in den abgelegenen Provinzen lebt. Die Gesellschaft brauchte Fotografen, die das Menschliche in all seinen Gegensätzen und an allen Schauplätzen festhielten.
Der vorliegende Band versammelt rund 250 Abbildungen von 75 Fotografen und stellt erstmals den fotografischen Neorealismus ausführlich vor. Sieben Autorinnen und Autoren zeichnen den Weg des Neorealismus von den Anfängen über die Nachkriegszeit bis in die späten fünfziger Jahre nach und zeigen die Wechselwirkungen zwischen Fotografie, Film und Literatur.
Das Fotomuseum in Winterthur zeigt vom 1.9.2007 bis zum 18.11.2007 rund 230 Werke von 75 Fotografen. Kuratorin der Ausstellung ist ebenfalls Enrica Viganò.
Fotomuseum Winterthur
Enrica Viganò Hg.)
NEOREALISMO
Die neue Fotografie in Italien 1932-1960
352 Seiten, über 250 Abbildungen (schwarz-weiss Duplex), gebunden
© 2007 Christoph Merian Verlag Basel
ISBN 978-3-85616-331-0
CHF 78.– / € 49,–


